Cédric Nayna in der Stage School Hamburg

The Time of His Life: Cédric Naynas Musicalausbildung in Hamburg

Letzten Dezember berichteten wir von Cédric Naynas bevorstehendem Abenteuer. Nun ist er bereits ein knappes halbes Jahr in Hamburg an der Stage School. Dass er es bis dahin geschafft hat, ist eine wahre Leistung. Und dabei hasste er das Singen lange Zeit! Wie das? Alle aus seiner Familie singen, und er hat sich, als eher schüchterner Zeitgenosse, bis er 17 Jahre alt wurde eher davon fern gehalten. Doch zum Glück kam die Gelegenheit: Ein Freund überzeugte ihn, bei einem Chor-Casting mitzusingen. Dem Leiter gefiel Cédrics schöne tiefe Stimme, und so führte eins zum anderen: Unterricht am Conservatoire, Chorist im Opernchor von Katrin Caine, dann Gesangsunterricht bei ihr, Véronique Zuël und Jean-Michel-Ringadoo.

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Simone Strohmeier und Swetlana Meermann-Muret

Mit der Geige in der Hand kommt sie durch die ganze Welt: Simone Strohmeier im Interview

Die ursprünglich aus Schönau im Schwarzwald stammende Geigerin Simone Strohmeier gibt zusammen mit der russischen Pianistin Swetlana Meermann-Muret am 6. Juli im Caudan Arts Centre ein Konzert mit Stücken von Bach, Brahms und Schnittke. Sie studierte Violine in Basel und Luzern und konzertierte bereits mit dem Sinfonieorchester und dem Kammerorchester Basel, der Camerata Zürich so wie dem Philharmonischen Orchester Freiburg. Von 2013 bis 2017 war sie Konzertmeisterin und Solistin des „Ensemble La Partita Zürich“, seit 2014 ist sie außerdem Interims-Konzertmeisterin und Stimmführerin des Bachensemble Luzern. Daneben interessiert sie sich für historische Aufführungspraxis und Musikpädagogik. Sie unterrichtete bereits in fernen Ländern wie Südafrika oder Indonesien. Musikpädagogische Bestrebungen werden auch durch das mauritische Konzert gefördert. Es wird organisiert von Opera Mauritius, die für die „Solidarité Musicale“ Spenden in Form eines Solidaritätszuschlages auf die Konzertkarten sammeln, um mauritische Projekte wie die Musikschule „Vent d’un rêve“ oder die Jazzformation „l’Atelier Mo’Zar“ zu unterstützen. Weiterlesen

Jean-Michel Ringadoo in München

Vom Heavy Metal zur Oper: Jean-Michel Ringadoo

Ein Blick reicht, dann wird klar: Jean-Michel Ringadoo ist ein waschechter Mauritier mit kreolischen Wurzeln. Mit seinen langen Haaren, seinem Style und seiner Vorliebe für Motorräder könnte er daneben glatt als Metaller durchgehen. Letztes Jahr sang er jedoch die Rolle des charmanten Liebhabers Camille de Coutançon in der mauritischen Operettenproduktion von Lehárs La Veuve joyeuse. Nun war der Tenor für zwei Monate das erste Mal in Deutschland und gleich Teil eines Opernchores. Seit 2007 singt er solistisch im klassischen Fach. Wie er zu dieser Musik gekommen ist, liegt so fern und doch so nah: Er wurde als 18-Jähriger der Sänger der Heavy Metal-Band „Craze“. Ein bisschen „crazy“ ist das schon, aber eben auch sehr mauritisch-bunt. Welche Entwicklungsschritte lagen dazwischen? Und wie erlebte Jean-Michel seinen Aufenthalt in München? Weiterlesen

Pierre et le loup

Vorstellung eines Orchesters

Wie setzt man ein Orchester zusammen? Diese Frage wurde auf Mauritius jüngst gleich in mehrfacher Hinsicht gestellt — und eindrücklich beantwortet. In insgesamt sieben Konzerten wurde nämlich, auf Kreol, das Stück Pier ek bolom loulou aufgeführt. Französischer Titel: Pierre et le loup. Zu deutsch: Peter und der Wolf. Bekanntlich stellt Prokofjews halbstündiges „sinfonisches Märchen“ vom Jungen Peter, der bei dem Großvater auf dem Land wohnt und mit Hilfe seiner tierischen Freunde den Wolf einfängt, Kindern die verschiedenen Instrumente des Orchesters vor. Zugleich wurde damit aber auch ein ganz neues Orchester der Öffentlichkeit präsentiert: „L’ensemble instrumentale des Mascaraignes“. Seit langer Zeit ist es das erste Orchester auf Mauritius, das sich vollständig aus Musikerinnen und Musikern des südlichen Indischen Ozeans zusammensetzt. Weiterlesen

Gerüst am Opernhaus

Wiedereröffnung des Opernhauses 2022?

Ein Blick auf das Municipal Theater in Port Louis verrät: Etwas ist im Gange. Doch was? Um das Haus befinden sich Gerüste, eine Baustelle, und es wird derzeit auch daran gearbeitet. 2022 würde das Opernhaus, das inzwischen zehn Jahre geschlossen ist, schon 200 Jahre alt werden. Am 11. Juni 1822 wurde es damals nach einer Bauzeit von zwei Jahren eröffnet und ist heute das älteste Opernhaus der südlichen Hemisphäre. Die Fertigstellung der Renovierungsarbeiten in vier Jahren und eine Wiedereröffnung zu diesem Anlass wären der Traum eines jeden Opernfans auf Mauritius und der weltweiten Freundinnen und Freunde der Opera Mauritius. Doch vier Jahre vergehen schnell, und es fehlen weiterhin Gelder, so der letzte Stand. Es gab inzwischen schon einen Bericht in der mauritischen Presse. Ich habe auch nachgeforscht. Weiterlesen

Nayna

Pate werden für Cédric Nayna

Gerade noch werden die letzten Visums-Fragen geklärt, und schon zum Ende des Jahres geht es dann los: Der junge mauritische Sänger Cédric Nayna (25) hat einen der begehrten Studienplätze an der Stage School Hamburg bekommen und wird dort ab Januar ein umfassendes Studium als Musical-Darsteller beginnen. Wir als Verein möchten ihn bei seinem Start in Deutschland unterstützen: Werden Sie für ein Jahr lang Cédrics Pate! Weiterlesen

Gruppenfoto

Eindrücke von „La Veuve joyeuse“

Die Premiere ist geschafft. Es gab Standing Ovations für den Kulturaustausch zwischen Walzer und Sega, den magischen Kulturkontakt zwischen Deutschen und Mauritiern. Die Aufregung Backstage war groß, genauso wie die Freude. Das Publikum wurde mitgerissen, und die Stimmung war sehr gut. Untypisch für eine Opernvorstellung, aber umso typischer für Segamusik wurde bei einigen Nummern mitgeklatscht. Für alle, die leider nicht dabei sein konnten oder auch nicht zu den weiteren Vorstellungen kommen können, gibt es hier ein paar Eindrücke. Weiterlesen

Domingue

Die Magie des Kulturkontakts

Die lustige Witwe ist Teil unseres nationalen Kulturerbes“. Ein Satz, der die europäische Leserin nicht überrascht – stammte er nicht von dem mauritischen Regisseur Gérard Sullivan, geäußert auf der Pressekonferenz zum Opera Mauritius Festival, das diese Woche mit eben Lehárs Veuve Joyeuse eröffnet wird. Allgemein beliebt in Nord wie Süd, verbindet die Operette seit einhundert Jahren die Kulturen. Und jetzt erneut: Seit Ende vergangener Woche ist das deutsche Orchester, die Opernakademie der Studienstiftung des deutschen Volkes, vor Ort. Die erste Sitzprobe, als Mauritier und Deutsche zum ersten Mal gemeinsam musizierten, war für alle ein magischer und ergreifender Moment. Weiterlesen

Sullivan Wettges

Die Philosophie des Regenbogens. Der Regisseur Gérard Sullivan

Es ist ohne Zweifel die Frage, die Gérard Sullivan am Häufigsten gestellt wird: Wie kommt es, dass ein katholischer Priester zugleich Opernregie macht? Oder genauer, wie im aktuellen Fall, macht Sullivan, katholischer Priester und jahrelang rechte Hand des mauritischen Bischofs, sogar Operettenregie. Gemeinsam mit Angela Brandt von der Dresdner Semperoper ist er verantwortlich für die Inszenierung der Veuve joyeuse. Spricht man indes mit dem älteren Herren mit schneeweißem Haar, den strahlenden Augen und dem gewinnenden Charme, erscheint einem diese doppelte Berufung, genau wie ihm selbst, sehr bald als das Natürlichste der Welt. Weiterlesen

Markus Becker und der Steinway-Flügel

Markus Becker verleiht mauritischem Theater Flügel

Markus Becker ist ein international gefeierter Pianist und Virtuose auf seinem Instrument. Er trat schon mit vielen namhaften Orchestern und Dirigenten bei renommierten Festivals auf und hat bereits für drei seiner CD-Einspielungen einen „Echo Klassik“ und noch weitere Auszeichnungen gewonnen. Daneben ist er Jazz-Improvisator und widmet sich besonders der Kammermusik. Wie passend und erfreulich, dass nun gerade er vor kurzem für ein neues Theater auf Mauritius, das auch als Kammermusiksaal genutzt werden soll, einen Steinway-Flügel auswählen durfte. Weiterlesen