Szene aus La Traviata

Mauritius-Film: Premiere in Hamburg

Wie die Oper nach Mauritius zurückkam – fast ein magischer Satz, steckt doch in diesen wenigen Worten so viel Schillerndes, Märchenhaftes und Lebendiges, so viel Happy End und Aufbruch, so viel von dieser einmaligen Synthese aus tropischer Lebens- und musiktheatralischer Phantasiewelt. How Opera Came Back to Mauritius, so heißt auch der 2012 entstandene Dokumentarfilm von Anthony Lew Shun, der nun in Hamburg – endlich – Premiere feierte. Und zwar in würdigem Rahmen: Die Freunde waren der Einladung der Amptwon System Company gefolgt, den Film in deren „Showroom“ zu zeigen – einem der modernsten Vorführräume der Welt. Weiterlesen

Klavierübergabe

Ein Klavier für den Chor

Auch wenn es nicht so aussieht, in dieser Kiste steck viel Musik: ein ganzes Klavier nämlich.
Kaum etwas ist wichtiger für die professionelle Arbeit eines Chores als ein Probenklavier. Umso größer war die Sorge, als Katrin Caine und der mauritische Opernchor im Januar darüber informiert wurden, dass das bisherige Klavier ab sofort nicht mehr zur Verfügung stehen würde. Es war dem Chor bisher leihweise überlassen worden und wurde nun anderweitig benötigt; an eine Anschaffung aus eigener Tasche war leider nicht zu denken.

Die Freunde starteten daraufhin kurzentschlossen eine Spendenaktion, um möglichst schnell ein neues Instrument zu beschaffen — und Dank der ebenso schnellen Reaktion zahlreicher Spender konnte es bereits am vergangenen Wochenende beschafft werden. Allen Unterstützern gilt daher unser ganz herzlicher Dank! Weiterlesen

Kinder im Musikunterricht in Mangalkhan

Spenden für „Traumwind“

Musik ist Bildung. Denn musikalische Fertigkeiten helfen der Konzentrationskraft, sozialen Kompetenzen und der Persönlichkeitsentwicklung. Aber diese Fertigkeiten können auch ihrerseits nur mit guter fachlicher Ausbildung entwickelt werden. Eine Doppelbedeutung von musikalischer Bildung also, und damit Grund genug für uns Freunde, uns bei unserer Förderung des mauritischen Operntreibens nicht auf die Festivalproduktionen zu beschränken, sondern der Bedeutung musikalischer Fertigkeiten entsprechend deren Ausbildung in allen Stadien zu unterstützen. Weiterlesen

Götterchor

Warum Oper auf Mauritius?

Jetzt, nachdem Orpheus in der Unterwelt abgespielt ist, in einer Phase des Zurückschauens wie der Zukunftspläne, ist Zeit für die kritische Prüfung grundsätzlicher Fragen, die uns immer wieder erreichen und die wir uns auch bisweilen selbst stellen. Nach dem großen Erfolg dieser Produktion hat das Opernprojekt auf Mauritius viel Zukunft. Aber warum sollte das für uns Europäer förderungswürdig sein? Passt Oper eigentlich nach Mauritius? – Warum macht Oper auf Mauritius Sinn?
Die neuerliche Erfahrung hat uns einmal mehr darin bestätigt, wie sehr sich dieses Projekt lohnt. Hier drei wichtige Antworten, die uns motivieren. Weiterlesen

Orpheus und Eurydike

Orpheus auf Mauritius: Produktionsnotizen

Seit einer guten halben Woche laufen die Vorstellungen von Offenbachs Operette Orpheus in der Unterwelt. Die Mauritier lieben Operette, seit jeher, und so kommt es nicht von ungefähr, dass Orpheus das meistgespielte Stück in der Operngeschichte des Landes ist.
Für die Regisseurin Ludivine Petit war es ein beachtliches Stück Arbeit, das Werk auf die Bühne zu bringen, so kleinteilig ist es gebaut, so genau müssen die schnellen Dialoge und Pointen gesetzt werden, so viel muss erfunden und entwickelt werden, um dem Anspielungs- und Situationsreichtum der Partitur gerecht zu werden.
Dass sie es mit Bravour gemeistert hat, beweisen die sich überschlagenden Kritiken und das begeisterte Publikum, das bislang noch bei jeder Vorstellung geschlossen stehende Ovationen gespendet hat. Besonders gut kommt die Inszenierung übrigens bei Kindern an, die trotz der zweieinhalb Stunden Dauer vollkommen gefesselt und begeistert sind. Weiterlesen

Musikschule Traumwind

Traumwind

Eurydice – wie kann man sich nur diesen komplizierten Namen merken? Am besten macht man es so wie der sehr beflissene, aber etwas unbeholfene Merkur in der Orpheus-Inszenierung: Man zählt an den Fingern auf französisch bis zehn – huit, neuf, dix – und hat seinen Anhaltspunkt: Eury-dice.
Zwanzig Kinder, im Alter zwischen ungefähr fünf und zwölf Jahren, sitzen dicht gedrängt auf einer kleinen, mehrstufigen Holztribüne, schauen mit leuchtenden Augen ihre Lehrerin an und tauchen in die Welt der griechischen Götter und Sagenfiguren ein. Weiterlesen

Orchester im SCT

Das Winterthurer Orchester ist da!

Am Montag war es endlich soweit. Die 39 Mitglieder des Jugendsinfonieorchesters des Konservatoriums im Schweizerischen Winterthur kamen auf Mauritius an. Um fünf Uhr morgens wurden die Musiker, ihr Dirigent Simon Wenger sowie zwei Dozenten am Flughafen abgeholt und nachmittags am Strand vom Chor und dem Produktionsteam der Oper begrüßt. Und wie auch sonst haben wieder unzählige Freiwillige mitgeholfen, damit ihr Aufenthalt hier ein voller Erfolg wird. Für alle Jugendlichen des Winterthurer Konservatoriums haben sich Gastfamilien gemeldet, die sich um das Wohlergehen der Schweizer Jugendlichen kümmern und dafür sorgen, dass sie das echte mauritische Leben in sich aufsaugen können. Und natürlich hat sich auch jemand gefunden, der die Ausflüge organisiert hat, damit neben den musikalischen auch kulturelle Eindrücke bleiben – von drei Wochen Aufenthalt in Mauritius. Weiterlesen

Ve Kessen-Soltmann

KÜNSTLER II: Ve Kessen-Soltmann, Kostümbild

Bis zur Premiere stellen wir Ihnen die Künstler vor, die an der Realisierung von „Orpheus“ beteiligt sind.

Sie ist in Tunesien geboren, in Kenia aufgewachsen, hat in Deutschland, Marokko, Ägypten und zuletzt zehn Jahre lang wieder in Kenia gelebt. Gerade ist sie für ein Jahr auf Mauritius – als ihr „Orpheus über den Weg läuft“. Die Modedesignerin Ve Kessen-Soltmann, an vielen Orten auf der Welt zuhause, erobert sich nun auch die Theaterwelt und entwirft das Kostümbild für die diesjährige Produktion. Weiterlesen

Flüge der Künstler

Die Krux mit den Flügen

Die Vorbereitungszeit der Produktion von Orpheus in der Unterwelt fiel in diesem Jahr äußerst kurz aus – Grund war die substantielle Umstrukturierung der Trägerorganisation, die mit der „Indian Ocean Performing Arts Ltd.“ in diesem Frühjahr neu gegründet wurde. Aus demselben Grund sind auch jetzt, einen knappen Monat vor der Premiere, noch nicht alle Flüge der Gastkünstler finanziert.
Flüge nach Mauritius sind naturgemäß nicht ganz billig, und natürlich stellt sich die Frage, ob es nicht auch ohne ginge. Weiterlesen