Orchester 2013

Orchester 2018: Opernakademie der Studienstiftung

Kein halbes Jahr mehr, und im J&J-Auditorium in Phoenix, mitten in Mauritius, gehen die Lichter an für die Neuproduktion von Franz Lehárs La Veuve joyeuse. Im Graben werden dann über 50 Musikerinnen und Musiker aus ganz Deutschland sitzen: die Opernakademie der Studienstiftung des deutschen Volkes. Die Besetzung steht bereits bis auf ein, zwei letzte Positionen, die Unterkünfte werden gerade gebucht und der Fluggesellschaft erklärt, was ein Cello ist und warum es einen eigenen Sitzplatz braucht — höchste Zeit, das Orchester vorzustellen, das in diesem Jahr nach Mauritius reisen wird.

Ein Orchester für Mauritius

Zwar gibt es neben dem Opernchor auch zarte Anfänge in Instrumentalunterricht auf Mauritius, zwar gibt es kleinere Ensembles im Kammermusikformat — aber beides reicht derzeit noch nicht aus, um solch eine groß besetzte und anspruchsvolle Partitur wie die dieser Operette zur Bühnenreife zu bringen. Es war daher eine der großen Aufgaben für unseren Verein, in Europa ein Orchester zu finden und dieses in den Indischen Ozean zu verschiffen. Umso froher sind wir, dass sich nach 2013 nun zum zweiten Mal die Opernakademie der Studienstiftung bereiterklärt hat, dieses Abenteuer zu wagen.
Genauer gesagt war es zunächst das (gegenüber 2013 komplett neubesetzte) dreiköpfige Organisationsteam, das sich zusammengefunden hat und die Organisation des Abenteuers in Angriff nahm: Elisabeth Hufnagel, Lucia Swientek und Robert Mieth. Gemeinsam ist den dreien neben ihrer Opern- und Abenteuerlust, dass sie alle schon (mindestens) einmal bei der Musikakademie der Studienstiftung mitgespielt haben. Auch wenn sie sich zwischen Berlin, Würzburg und New York City noch nie persönlich begegnet sind.

Die Musikakademie. Und ihre große kleine Schwester

Die Musikakademie wurde auf Initiative des Künstlerischen Leiters von Opera Mauritius, Martin Wettges, und unserer zweiten Vorsitzenden, Helene von Bibra, im Jahr 2011 gegründet und ist mittlerweile in das offizielle Sommerakademienprogramm des Stipendiengebers aufgenommen worden. Jedes Jahr im Sommer treffen sich aktuelle und ehemalige StipendiatInnen in Brixen in Südtirol, um großbesetzte chorsymphonische Werke einzustudieren, die dann in Südtirol und München zur Aufführung kommen. Dieses Jahr zum Beispiel, im August, steht dabei nichts Geringeres als Gustav Mahlers monumentale achte Symphonie auf dem Programm. Das Besondere an der Musikakademie besteht darin, dass hier Profis von renommierten Hochschulen und Orchestern mit semiprofessionellen MusikerInnen zusammengebracht werden.
Dieses Konzept wird auch bei der „kleinen Schwester“, der Opernakademie, fortgeführt, die nun schon zum zweiten Mal nach Mauritius fährt: Wieder musizieren hier Profis und Amateure gemeinsam.
Gut zwei Wochen lang wird das Orchester im Oktober auf Mauritius sein, proben und die Aufführungen spielen. Auch Kammerkonzerte sind in Planung, genauso wie ein Besuch der Musikschule „Traumwind“, wo es schon Tradition ist, dass Gäste aus Europa den Kindern Unterricht geben.

Erst so kann es wahr werden

Als Freunde sind wir sehr dankbar, dass sich das Organisationsteam zusammengefunden hat und, natürlich kräftig unterstützt von Martin Wettges, die komplette Organisation der Reise — von der Besetzung über die Finanzierung bis zu sämtlichen Fragen der Logistik — übernimmt. Und auch bei allen Beteiligten möchten wir uns an dieser Stelle schon bedanken: Sie werden nicht nur für ein großartiges musikalisches Erlebnis auf Mauritius sorgen, sondern übernehmen die Reisekosten zu einem großen Teil selbst. Erst so kann die Lustige Witwe auf Mauritius wahr werden.
Spenden und Sponsoring für die Orchesterreise sind daher übrigens hoch willkommen — ganz einfach hier, am besten mit dem Vermerk „Orchester“.

Mehr zum Orchester finden Sie unter www.musikakademie-studienstiftung.de.

Foto: das Orchester 2013 am Strand von Flic-en-Flac.

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