Orchester im SCT

Das Winterthurer Orchester ist da!

Am Montag war es endlich soweit. Die 39 Mitglieder des Jugendsinfonieorchesters des Konservatoriums im Schweizerischen Winterthur kamen auf Mauritius an. Um fünf Uhr morgens wurden die Musiker, ihr Dirigent Simon Wenger sowie zwei Dozenten am Flughafen abgeholt und nachmittags am Strand vom Chor und dem Produktionsteam der Oper begrüßt. Und wie auch sonst haben wieder unzählige Freiwillige mitgeholfen, damit ihr Aufenthalt hier ein voller Erfolg wird. Für alle Jugendlichen des Winterthurer Konservatoriums haben sich Gastfamilien gemeldet, die sich um das Wohlergehen der Schweizer Jugendlichen kümmern und dafür sorgen, dass sie das echte mauritische Leben in sich aufsaugen können. Und natürlich hat sich auch jemand gefunden, der die Ausflüge organisiert hat, damit neben den musikalischen auch kulturelle Eindrücke bleiben – von drei Wochen Aufenthalt in Mauritius.

Den Großteil ihrer Zeit werden die Jugendlichen mit Proben, Konzerten und Opernaufführungen verbringen. Der Plan ist dicht: Natürlich wird das Schweizer Orchester alle sechs Opernaufführungen bestreiten. Darüber hinaus wird es aber auch ein eigenes Sinfoniekonzert geben und ein gemeinsames Konzertprogramm mit dem Orchester des hiesigen Konservatoriums erarbeiten. Auf dem sinfonischen Programm stehen unter anderem Beethovens erste Sinfonie, Sarasates Gypsy Airs und eine Suite über sechs schweizerische Volkslieder von Rolf Liebermann.

Das eng gestrickte Programm hindert viele Musiker aber nicht daran, noch weitere musikalische Termine wahrzunehmen: So werden sie einen Nachmittag lang den Musikkindergarten „Traumwind“ in Mangalkhan besuchen. Die Kinder dort erhalten nachmittags nach der Schule kostenlos Gesangs- und Musikunterricht auf Geige und Blockflöte. Viele andere Orchesterinstrumente sind ihnen hingegen vollkommen unbekannt, sodass es sicher ein spannendes Erlebnis sein wird, diese vorgeführt zu bekommen und einmal selbst auszuprobieren.

Sowohl die Oper als auch ein weiteres Orchesterwerk – Johan Svendsens Romanze für Violine und Orchester – sehen ausgedehnte Solopartien für Geige vor. Da die Konzertmeisterin des Orchesters krankheitsbedingt die Reise nicht antreten konnte, sprang quasi über Nacht der brasialanische Geiger Danilo Silva de Oliveira, Student an der Zürcher Hochschule der Künste, ein – und lieferte trotz der enorm kurzen Vorbereitungszeit von Beginn an beeindruckende Soli ab. Auch wenn Eurydike in der Oper das ununterbrochene Geigenspiel ihres komponierenden Gatten Orpheus nicht mehr ertragen kann: Das Publikum wird zweifelsohne begeistert sein – genau wie von der exzellenten Leistung des gesamten Orchesters.

Im Bild: Die Bühne des Serge Constantin Theatres ist noch ganz roh, als das Orchester zum ersten Mal Platz nimmt. Im ersten Akt des Stücks wird es auf der Bühne platziert sein, im zweiten direkt davor.

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